Ökologische Transformation in der ambulanten Pflege der Schweiz – evidenzbasiert, partizipativ und zukunftsweisend.
Der Gesundheitssektor weltweit verantwortet über 2 Milliarden Tonnen Treibhausgasemissionen – rund 4–5 % der globalen Emissionen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bezeichnet den Klimawandel als eine der grössten Bedrohungen für die menschliche Gesundheit. Gleichzeitig können 24 % der vorzeitigen Todesfälle und Krankheiten durch eine gesündere Umwelt verhindert werden.
Mit der alternden Bevölkerung verlagert sich die Pflege zunehmend nach Hause («Ageing in Place»). Während für stationäre Gesundheitseinrichtungen schon erhebliche Anstrengungen zur Minderung des ökologischen Fussabdrucks unternommen werden, fehlen spezifische Strategien für die ambulante Pflege in der Schweiz.
der Klimabelastung des Schweizer Gesundheitssystems
Die Schweiz hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt
Das Schweizer Gesundheitssystem vollzieht einen ökologischen Wandel im Einklang mit den planetaren Grenzen (Doughnut-Ökonomie, Kate Raworth). Die Spitex wird zum Vorbild für nachhaltige Gesundheitsversorgung und erreicht bis 2050 Netto-Null-Emissionen.
Wir sammeln, erarbeiten und verbreiten das Wissen zur ökologischen Transformation in Spitex-Organisationen und machen es schweizweit zugänglich.
Pflege, Betreuung, Hauswirtschaft und Administration – alle Berufsgruppen innerhalb der Spitex-Organisationen
Verantwortliche der Spitex-Organisationen, welche die Management-Leitlinien festlegen
Personen, die von einer nachhaltigen Betreuung und einer Reduktion der Umweltbelastung profitieren
Dienstleister, Zulieferer sowie Politiker:innen, die Rahmenbedingungen für die ambulante Pflege gestalten
Spitex-Organisationen schweizweit
Direkte Reichweite des Projekts
Indirekte Auswirkung auf Betreute
Das Projekt orientiert sich an sechs Leitprinzipien: Partizipation & Co-Kreation, Evidenzbasierung, Aufbau auf Bestehendem, Synergien nutzen, Interprofessionalität und Salutogenese.
Grundlagen schaffen: Literaturanalyse, Good-Practice-Sammlung, Informations- und Schulungsmaterialien, Management-Leitlinien und Konzept für Begleitforschung
Testen, evaluieren und optimieren: Einsatz der Materialien in Partner-Spitex-Organisationen, Implementationsforschung, Überarbeitung der Materialien und danach schweizweite Verbreitung

Meilenstein 1: Projektstart, Kick-off mit allen Partnern
Meilenstein 2: Literaturanalyse und Good-Practice-Sammlung abgeschlossen
Meilenstein 3: Schulungsmaterialien, Management-Leitlinien und Konzept für Begleitforschung liegen vor
Meilenstein 4: Schulungen initiiert, Management-Leitlinien werden verankert
Meilenstein 5: Forschung abgeschlossen, Produkte optimiert, breite Dissemination initiiert
Die zu bearbeitenden Handlungsfelder werden in enger Zusammenarbeit mit den Partner-Spitex-Organisationen festgelegt. Dabei stehen insbesondere folgende Themen im Fokus:
Weitere thematische Schwerpunkte können bei Bedarf gemeinsam identifiziert werden.
Ecotrans Spitex ist das erste systematische Projekt zur ökologischen Transformation der ambulanten Pflege in der Schweiz. Es schliesst eine wichtige Lücke in der nationalen Klimastrategie und kann Modellcharakter für andere Länder entwickeln.
Ökologische Massnahmen haben direkte gesundheitliche Vorteile: aktivere Mobilität, gesündere Ernährung, weniger Schadstoffbelastung – das erhöht die Motivation zur Umsetzung erheblich.
−68 % Emissionen seit 1990 – Dekarbonisierung des Gesundheitswesens
Dekarbonisierung des Gesundheitswesens auf nationaler Ebene
SAMW-Konsortium für umweltbewusste Versorgung in der Schweiz
Verankerung in bestehenden Fortbildungsstrukturen, Einbindung nationaler Verbände, kontinuierliche Kommunikation
Kostenfreie Bereitstellung aller Materialien, wissenschaftliche Publikation, Integration in Curricula
Folgeprojekte (z. B. Kreislaufwirtschaft mit Swiss Medtech), Ausweitung auf ambulante Medizin, Apotheken, Physiotherapie
Public Health Services
Andy Biedermann
E-Mail: [email protected]